Den Mönchen dieses Ordens gehört noch heute ein Dankeschön ausgesprochen. Aus deutschen, französischen und italienischen Klöstern kamen Sie im 12. Jahrhundert nach Polen. Zu jener Zeit war unser Land durch eine Vielzahl an Herrschern in einzelne Fürstentümer gegliedert. Von den Herrschern erhielten die Mönche Ländereien und ihre Anwesenheit war von großer religiöser Bedeutung. Da Deutschland, Frankreich und Italien einer höher entwickelten Zivilisationsstufe entsprachen, hatten die Zisterziensermönche schon einen gewissen Erfahrungsvorsprung in puncto wirtschaftlicher Effizienz und Landkultivierung, den sie in ihre neue Heimat einbrachten und der von den Polen gerne und dankbar angenommen wurde. Obwohl der Orden Anfang des 19. Jh. aufgelöst wurde, befinden sich noch heute viele Zeugnisse des Zisterzienserordens in Polen.
Reiseverlauf
1. Tag: Anreise
Ankunft in der großen schlesischen Metropole Breslau und Zimmerbezug. Anschließend empfehlen wir Ihnen einen Altstadtbummel. Rund um den Marktplatz gibt es zahlreiche einladende Restaurants und Brauhäuser.
2. Tag: Kamenz und Heinrichsau
[Tagesleistung ca. 160 km] Im Hotel nehmen Sie ein ausgedehntes Frühstück zu sich, bevor Sie sich auf Ihre erste Rundfahrt durch das südliche Breslauer Umland begeben. Bei Kamieniec Ząbkowicki befindet sich ein Zisterzienserkloster, welches während der letzten Kriegswochen 1945 durch Plünderungen und Vandalismus stark zerstört wurde. Ein Teil des Klostergebäudes wurde zwischenzeitlich in seiner barocken Ursprungsform nachgebaut. Ursprünglich wurde das Kloster von Augustinermönchen bewohnt und erst nach dem Niedergang der Abtei, im Jahre 1246, kamen die Zisterzienser hierher. Lange konnten sie allerdings nicht verweilen, denn sie wurden vom letzten Augustinerabt vertrieben und konnten erst zwei Jahre später mit Unterstützung eines päpstlichen Gesandten einziehen. In Heinrichau besuchen Sie die Zisterzienserabtei aus dem 13. Jh. In den Jahren 1268-1273 entstand hier das berühmte Henrykowska-Schriftwerk, in dem zum ersten Mal ein Satz in polnischer Sprache verzeichnet war.
3. Tag: Trebnitz und Leubus
[Tagesleistung ca. 200 km] Frühstück im Hotel und Rundfahrt durch das nördliche Breslauer Umland. Den ersten Halt legen Sie Militsch ein, denn in dieser Stadt gibt es die größten Fischteiche Polens, die im 15. Jh. von den Zisterziensern angelegt wurden. Danach geht es weiter zu einem imposanten Bauwerk und Ziel vieler Wallfahrten – dem Kloster Trebnitz. In der Kapelle der Klosteranlage befindet sich das Grab der Heiligen Hedwig, Schutzpatronin Schlesiens. Gestiftet wurde die Anlage 1202 von Fürst Heinrich dem Bärtigen, Ehemann der in Deutschland geborenen und später heilig gesprochenen Hedwig, einer vielseitig gebildeten und stets um das Wohl des Volkes besorgten Frau, die allerdings erst nach dem Tod ihres Mannes in das Kloster eintrat. Letzte Station des heutigen Tages ist Leubus. Mit dem hiesigen Zisterzienserkloster nennt die Stadt das größte Bauwerk Niederschlesiens und eines der größten in Polen ihr eigen; die zur Oder gerichtete Fassade bringt es auf eine Länge von 223 Metern. Rückkehr nach Breslau und Übernachtung.
4. Tag: Kirche und Grüβau
[Tagesleistung ca. 220 km] Nach dem Frühstück fahren Sie zur Besichtigung der Evangelischen Friedenskirche nach Schweidnitz, die auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes eingetragen ist. In der Schweidnitzer Innenstadt befindet sich die Pfarrkirche der Heiligen Stanislaus und Wenzel, die den mit 103 Metern höchsten Kirchturm Schlesiens vorweisen kann. Nächste Etappe Ihrer Rundfahrt ist Grüβau, herrlich in einem von Bergen umgebenen Tal gelegen, in dem 1242 eine Benediktinerabtei angelegt wurde, die später vom Reformorden der Zisterzienser übernommen wurde. Die Klosterkirche aus dem 18. Jh. gilt als ein Meisterwerk des schlesischen Barock und die Innenräume sind äußerst prunkvoll ausgestattet. In der nahegelegenen Kapelle fanden die Herzöge von Schweidnitz ihre letzte Ruhestätte. Rückkehr nach Breslau und Übernachtung.
5. Tag: Heimreise
Letztes gemeinsames Frühstück und Rückfahrt zu Ihrem Heimatort.
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